Wattwanderung an der niedersächsischen Nordsee

Wattwanderung an der niedersächsischen Nordsee

(Quelle: Die Nordsee GmbH)

(rf) Nirgendwo können Besucher das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer so hautnah erleben wie bei einer geführten Wattwanderung. Zu Fuß kommen die Wanderer dem Leben auf dem Meeresgrund am nächsten. Dank des mit Feldstecher, Kompass, Sieb und Seil ausgerüsteten Wattführers entdecken sie den berühmten Wattwurm, erleben, wie Garnelen in den Prielen um ihre Knöchel flitzen und Plattfische gut getarnt im flachen Wasser liegen. Riesige Vogelschwärme sind zum Greifen nah und unter den Füßen spüren die Wattläufer die im Sand eingegrabenen Muscheln. Wer auf der Suche nach einem unvergesslichen Erlebnis ist, für den gehört eine Wattwanderung zum Pflichtprogramm.

Wissenswertes, Erstaunliches und natürlich auch den ein oder anderen Spritzer Schlick an den Beinen erwarten alle, die mit einem der unzähligen Wattführer auf Tour gehen. Peter Seer aus Nordholz, einem ruhigen Urlaubsort im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, ist einer von ihnen. Der 58-Jährige führt die Urlaubsgäste auf unterhaltsame Weise durchs Watt. Als zertifizierter Nationalpark-Wattführer kennt er den einmaligen Lebensraum vor der Küste, macht die neugierigen Besucher auf die vielen Kleinstlebewesen, beispielsweise die Schlickkrebse, aufmerksam und weiß, wann der richtige Zeitpunkt zum Umkehren ist. Denn wenn die Flut kommt, steht das Wasser hier schnell wieder mehrere Meter hoch. Außer bei Nebel, Gewitter und Sturm ist Peter Seer für die Urlauber im Einsatz und hat jede Menge Tipps auf Lager: „Das Beständige ist bei uns das Unbeständige“, erklärt der Wattexperte. „Sowohl auf eine intensive Sonneneinstrahlung als auch auf kühlen Wind und Regen müssen die Wanderer vorbereitet sein. Oben herum sollte man sich dann warm einpacken. Wer möchte, kann barfuß durchs Watt laufen. Weil wir auch Muschelbänke überqueren, sind alte Turnschuhe aber von Vorteil“, rät Seer. Egal, auf welchen Küstenort oder welche Nordseeinsel die Entscheidung fällt, Wattwanderungen mit professionellen Führern gibt es überall in der Urlaubsregion.

Wer es an den Füßen lieber warm und trocken mag, kann dennoch eine Menge über das Watt, Robben und Zugvögel erfahren. Dies sind die drei Themenschwerpunkte, denen sich das neu gestaltete, erst seit wenigen Wochen wiedereröffnete, „Wattenhuus“ widmet. Im Nordseeheilbad Bensersiel lernen Besucher an interaktiven Stationen mit allen Sinnen die Lebensräume Watt, Salzwiese und Nordsee kennen. Ein Watt-Tisch mit Informationstafeln über Muscheln, Schnecken und Krebse beschreibt die Wattbewohner und gibt einen Einblick in ihre Lebensweise. Ein Hingucker ist ein präpariertes Seehundweibchen, an dem die Besucher alles rund um Nahrung, Paarung und Lebensweise lernen. Kinder versetzt das offene Nordsee-Aquarium ins Staunen, zum Beispiel wenn sie die stachelige Haut eines Seesterns erfühlen. Vielfältige Veranstaltungen und Themenführungen runden das Angebot ab.

Wie ein Dreirad auf riesigen Rädern sehen die Wattmobile aus. Sie ermöglichen es allen, die weniger gut zu Fuß sind, sich auf Entdeckungsreise durch das Watt zu machen. Zum Beispiel stellt die Gemeinde Butjadingen die Riesendreiräder an den Stränden Eckwarderhörne und Tossens kostenfrei zur Verfügung.

Wer die Räder lieber gegen Schiffsplanken tauscht, bucht ebenfalls in Butjadingen das Ausflugsschiff MS WEGA II für eine Weltnaturerbe-Fahrt. Das Highlight: Das Schiff lässt sich bei Ebbe trocken fallen und Kapitän Dieter Nießen lädt die Passagiere zu einer Wattwanderung ein. So können die Seefahrer zum Beispiel eine Seehundbank aus der Nähe bewundern. Nur selten kommt man den sympathischen Meeresbewohnern so nah!

Weitere Informationen unter www.abenteuer-wattenmeer.de und www.die-nordsee.de.


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