Kenia: Auf den Spuren des Tees

Teeplantage in Kericho

(Quelle: Kenya Tourism Board)

Kenia: Auf den Spuren des Tees

(rf) Kenia verbindet man mit weißen Stränden, schneebedeckten Gipfeln, atemberaubenden Landschaften, unvergleichlichen Wildreservaten. Doch das sonnige Land im Osten Afrikas ist auch der drittgrößte Teeproduzent weltweit. Nach Wasser ist Tee das beliebteste Getränk rund um den Globus. Das liegt nicht nur an den wertvollen Inhaltsstoffen, sondern auch an der Geschmacksvielfalt und den vielen Teesorten.

Der Tee-Anbau in Kenia ist noch jung: vor rund 90 Jahren begann man, Tee kommerziell zu kultivieren. Der Engländer G.W.L. Caine brachte die Tee-Samen im Jahr 1903 von Indien nach Kenia. In Limuru, nahe Nairobi, wurde auf einer zwei Hektar großen Farm der erste Kenia-Tee angepflanzt. Noch heute stehen in diesem Teegarten mit dem Namen Mabroukie einige der ersten Teepflanzen, die inzwischen große Teebäume sind. In den Folgejahren legten zahlreiche Kleinbauern in Limuru-Kiambu und Kericho Teegärten an. Der kommerzielle Tee-Anbau begann 1924. 1928 verließen dann die ersten Kisten Kenia-Tee, insgesamt fünf Tonnen, das Land in Richtung England. Heute ist Tee neben dem Tourismus einer der größten Wirtschaftsfaktoren des Landes. 95 Prozent des kenianischen Tees wird exportiert. 2014 verließen über 400.000 Tonnen Tee, die Hafenstadt Mombasa, der Heimat der weltgrößten Tee-Auktion. Traditionell wird der Tee von Kleinbauern kultiviert. 80 Prozent der insgesamt über 190.000 Hektar großen Anbaugebiete wird von Familienbetrieben bestellt. Der Tee-Anbau sichert insgesamt den Lebensunterhalt von über vier Millionen Kenianern. Das sind rund 10 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Im kenianischen Hochland gedeiht in 1.500 bis 2.300 Metern Höhe er, der Kenia-Tee. Eingerahmt von Geysiren, heißen Quellen und dem Viktoria See liegen die zwei Hauptanbaugebiete des Landes: Kericho und Nandi. Limuro-Kiambu, Nyeri und Meru sind weitere wichtige Gebiete, in denen Tee angebaut wird, die sich weiter östlich erstrecken. Das gemäßigte Klima und die Bodenbeschaffenheit bieten ideale Voraussetzungen für das Wachstum der Teepflanzen, so dass in Kenia ganzjährig Tee geerntet werden kann.

Bekannt ist Kenia für seine kräftigen Schwarztees. Der afrikanische Tee hat einen einzigartigen Geschmack: kräftig-würzig mit einer leichten Zitronen-Note, in der Tasse leuchtet er orange-rot, wie die aufgehende afrikanische Sonne ...

Teepflücker in Kericho

(Quelle: Deutscher Teeverband e.V)

Teeplantagen & Co.

Limuru, 50 Kilometer nordwestlich von Nairobi, ist die älteste Teeregion Kenias. Die ersten Plantagen wurden hier bereits 1903 angelegt. Wegen seiner erfrischenden Höhenluft ist es ein beliebtes Ausflugsziel. Plantagentouren werden von verschiedenen Teefarmen nach Voranmeldung angeboten.

Kiambethu Farm: Tea-Time & Lunch
Die Farm ist eine der ältesten Teefarmen in Kenia. Vom Garten aus blickt man auf den spektakulären Mount Kilimanjaro und die Ngong Berge. Bei einer Tasse Tee erfährt dort zunächst viel über den Anbau und die Herstellung von Tee. Während des folgenden Rundgangs durch die Teeplantage und den indigenen Wald erhält man Einblick in die Praxis der Teeproduktion und die traditionelle Nutzung von Pflanzen. Abschliessend gibt es ein 3-Gänge-Lunch-Menü mit vielen selbstgemachten Spezialitäten. Infos: www.kiambethufarm.com

Die Kleinstadt Kericho ist das Zentrum von Kenias größtem Teeanbaugebiet. Es liegt in einer Höhenlage von über 2.000 Metern über dem Meeresspiegel im westlichen Teil des kenianischen Hochlandes. Nach Voranmeldung kann man eine der zahlreichen Teeplantagen und Verarbeitungsbetriebe im Umland besichtigen, so etwa die Kapchebet Tea Factory. (Infos: chimchimtea.com)

Kericho Tea Hotel
Das im Kolonialstil erbaute Hotel ist ein wenig in die Jahre gekommen. Wer dennoch inmitten der Tee-Plantagen nächtigen will, muss Abstriche bei Komfort und Ausstattung des Kericho Tea Hotel machen. Infos: www.teahotel.co.ke/teahotel.html


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