USA: Das Land der Indianer entdecken


USA: Das Land der Indianer entdecken

(rf) Nordamerika ist seit Jahrtausenden von Indianerstämmen besiedelt. In den USA gibt es über 500 von der Bundesregierung anerkannte Indianerstämme. Die “American Indian Alaska Native Tourism Association” hat das Land in sechs Regionen unterteilt, um es zu ermöglichen, das Land der Indianer leichter zu erkunden. Jede Region innerhalb des Indianerlands der USA besitzt ihre eigenen Reize, Geschichten, Kunst- und Kulturformen sowie einzigartige Attraktionen.
Ein Besuch im Indianerland bietet authentische Erlebnisse und die Gelegenheit, die Geschichte dieses Landes und seiner Bewohner aus erster Hand kennenzulernen: von den Menschen, die dort leben und damit aufwuchsen und denen sie von den Generationen weitererzählt wurde, die ihnen vorausgingen.

Region Alaska

(Quelle: AIANTA)

In Alaska erlebt man zu jeder Jahreszeit eine unglaubliche Landschaft. Zwar sind die Winter kalt, doch sie bringen auch die spektakulären Nordlichter mit sich, und der gesamte Staat verwandelt sich in einen Tummelplatz für Schlittschuhläufer, Ski-, Schneemobil- und Hundeschlittenfahrer. Der Sommer bringt reichlich Sonnenschein und Temperaturen, die stellenweise über 30 °C liegen, sowie die Möglichkeit, rund um die Uhr wilde Tiere zu beobachten. Hier kann man Eisbären und Grizzlybären erspähen, Elche und wandernde Karibus, Wale und Seelöwen, Luchse, Schwäne und Kolibris.

Zu den verschiedenen Regionen Alaskas gehören die Hocharktis, die Tundra und die Sankt-Lorenz-Insel, auf der Inupiat und sibirische Yupiit beheimatet sind. In den Feuchtgebieten von Südwestalaska findet man weitere Yupiit. Kodiak und die Aleuten sind die Heimat der Alutiit und Unanga-x. Im großen Binnenland sind die Athapasken zu Hause. In Südostalaska, einem Land tiefer Fjorde und smaragdfarbener Wälder, wohnen Tlingit, Tsimshian und Haida. Das Alaska Native Heritage Center in Anchorage gewährt Einblicke in das abwechslungsreiche Erbe der Ureinwohner und hilft Ihnen bei der Planung von Besuchen in deren Dörfern.

Region Pazifik

(Quelle: AIANTA)

Von ausgedörrten Wüsten bis hin zu Regenwäldern, in denen bis zu vier Meter Niederschlag im Jahr fällt, haben sich die Stämme der Pazifikregion an die unterschiedlichen Klimaten und Umweltbedingungen angepasst und weiterentwickelt. Diese Region erstreckt sich von der mexikanischen Grenze im Süden bis zur kanadischen im Norden und umfasst die Staaten Kalifornien, Oregon, Washington und Idaho. In diesem Bereich findet man große Ströme, Dutzende von Vulkangipfeln, dreizehn Nationalparks sowie über 2.000 km Küste entlang des Stillen Ozeans.

Die Stämme des Nordwestens, die an der rohstoffreichen Küste lebten, bauten ihre Häuser aus Zedernbrettern und reisten mit dem Kanu. Eine jährlich stattfindende Kanufahrt der Stämme erinnert an ihre jahrhundertealten Bräuche. Stämme aus Oregon, Washington und Idaho legten Handelswege an, denen die Forscher Lewis und Clark, die frühen Pioniere und die europäischen Kaufleute folgten. Selbst heute noch verläuft ein Großteil der regionalen Überlandstraßen entlang dieser Wege. Einer der wichtigsten ist inzwischen als “The Nez Percé National Historic Trail” ausgewiesen. Er markiert den Fluchtweg der Nez Percé aus dem Jahre 1877, als dieser Indianerstamm über drei Monate und eine Strecke von fast 1.900 Kilometern von US-Generälen verfolgt und aus seiner Heimat in Oregon und Idaho vertrieben wurde. Indianererlebnisse in Kalifornien sind so abwechslungsreich wie die über 100 Stämme dieses Staates: Sie reichen vom Paddeln rund um die nahezu unberührten Kanalinseln vor der Küste von Santa Barbara über Wanderungen durch die Mojavewüste und den Joshua-Tree-Nationalpark bis hin zu Spaziergängen unter den Mammutbäumen bei Eureka, die die Höhe eines 35stöckigen Hochhauses erreichen können.

Region Südwest

(Quelle: AIANTA)

Nur wenige Orte auf Erden bieten eine so abwechslungsreiche und beeindruckende Landschaft wie die Staaten im Südwesten der USA: Arizona, Colorado, Nevada, Neumexiko und Utah. Seit jeher sind Besucher fasziniert von den atemberaubenden Schluchten der Region und ihren Farben, aber sie werden auch angelockt von der charakteristischen Küche dieser Gegend, von einem erstaunlichen Angebot an Handwerkskunst und von einigen der größten Indianerveranstaltungen des ganzen Landes. Albuquerque in Neumexiko ist alljährlich im April Gastgeber des größten Powwows in Nordamerika, eines Treffens der Nationen, das zwei Tage lang rund um die Uhr geht und zu dem auch ein Markt der Indianerhändler, Live-Musik, Kunst und die Kür der “Miss Indian World” gehören. Im August gibt es den Indianermarkt in der Innenstadt von Santa Fe, den weltweit größten Markt für indianische Kunst. Über tausend Künstler bieten hier in den Straßen der ältesten Staatshauptstadt der USA ihre Arbeiten feil.

In Neumexiko findet man 19 verschiedene Indianerpueblos, also dauerhafte Siedlungen mit über tausendjähriger Geschichte. Man kann das Indian Pueblo Cultural Center in Albuquerque besuchen und mehr über diese Dörfer erfahren. Besichtigen kann man auch das Sky Village („Himmelsdorf“) von Acoma, die Fels- und Höhlenbehausungen am Puye-Kliff im Santa-Clara-Pueblo oder das Poeh Center am Pojoaque Pueblo, wo die Kunst und Kultur aller acht Pueblo-Gemeinschaften des Río-Grande-Tals im Mittelpunkt stehen.

Der Monument Valley Navajo Tribal Park, ein Stammespark mit faszinierenden Felsformationen und Schattenspielen, der sich über die Grenze der Staaten Utah und Arizona hinweg erstreckt, lässt sich am besten mit einem Navajo-Reiseführer in einem Geländewagen erkunden. Ebenfalls in Arizona und noch immer auf Navajo-Land liegt das Canyon de Chelly National Monument, das zum ersten Mal in das Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit gelangte, als der berühmte Fotograf Ansel Adams die prächtigen Gebilde der Sandsteinschluchten in seinen kunstvollen Bildern festhielt.

Man kann auch in die Vergangenheit reisen und sich im Ute Mountain Tribal Park im Südwesten Colorados anschauen, wie Indianer die kulturelle Vielfalt in der Heimat der Ute selbst interpretiert haben. Einheimische Führer dieses Stammes erläutern ihre Geschichte, Bildzeichen und geologischen Formationen ebenso wie Felsmalereien, Artefakte und Behausungen ihrer Urväter.

Prärieregion

(Quelle: AIANTA)

In dieser Region, in der einst dreißig Millionen Bisons grasten, sind auch viele der Naturwunder und Kulturschätze Amerikas zu finden. Die Prärieregion umfasst acht Bundesstaaten und einige der abwechslungsreichsten Autostrecken der USA. Der kurvenreiche zweispurige Going-to-the-Sun Highway innerhalb des Glacier-Nationalparks von Montana bietet atemberaubende Ausblicke auf weite Gletscherseen, Zedernwälder und eine windgepeitschte Bergtundra. Auf der anderen Seite des Staates steht das Anwesen des Crow-Häuptlings Plenty Coups, das oft auch als „Weißes Haus“ des Crow-Stammes bezeichnet wird, unter Denkmalschutz, weil der Häuptling als Botschafter des guten Willens für alle Indianernationen sprach.

Die Indianergeschichte der Dakotas erlebt man auf einer exemplarischen Panoramastraße, dem 138 km langen Standing Rock Native American Scenic Byway. Er zieht sich am Missouri entlang durch Nord- und Süddakota in die weite Hochgrasprärie der Sioux-Völker. Während man durch die grüngoldenen Berge fährt, begegnet man Gedenksteinen, Denkmälern, Museen und Kultstätten, die an das Erbe der Sioux-Nation erinnern.

Die Panoramastraße von Wyoming, die durch Stammesland führt, der Wind River Canyon Scenic Byway, bietet uralte Felsklippen, die Möglichkeit, Dickhornschafe zu sehen, und Freizeitmöglichkeiten, die von Wildwasserschlauchbootfahrten bis zum Fliegenfischen reichen. In der Prärieregion finden auch einige der größten Powwows des Landes statt, wo man Trommeln schlagen und buntgeschmückte Tänzer in Stammestracht singen hört.

Das Fort Robinson in Nebraska markiert die Stelle, an der sich Häuptling Crazy Horse 1877 ergab. Das Fort ist Teil einer größeren Anlage, die 1960 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Viele der im Originalzustand erhaltenen Gebäude können besichtigt werden, darunter auch ein jahrhundertealtes Wachhaus, das Offiziersquartier, eine Schmiede und eine Tierklinik.

In Oklahoma, was in der Sprache der Choctaw so viel wie „rotes Volk“ bedeutet, sind 39 bundesweit anerkannte Stämme beheimatet. Durch Oklahoma führt auch der Cherokee Hills Byway, eine prachtvolle Panoramastraße, die dem Fluss Illinois auf seinem Weg durch graublauen Feuerstein folgt. Über hundert Indianernationen, -stämme und -verbände kommen alljährlich im Juni nach Oklahoma City zum Red Earth Festival, einem Fest mit Tänzen, Kunst und Essen.

Region Mittlerer Westen

(Quelle: AIANTA)

Große Gewässer sind das verbindende Element der Staaten des mittleren Westens. Acht von ihnen grenzen an vier der fünf Großen Seen Nordamerikas und enthalten die Quellflüsse des mächtigsten Stroms der USA, des Mississippi. Die-se Wasserstraßen dienten bereits den frühesten Siedlern als Verkehrswege, aber auch der Bewässerung und dem Freizeitvergnügen, und diese Zwecke erfüllen sie noch heute.

Die nördlichen Stämme von Wisconsin sind rundum von kristallklaren Seen umgeben, die Angler, Camper, Wassersportfreunde und Festivalliebhaber gleichermaßen anziehen. Die Nation der Menominee ist aufgrund der Schönheit ihrer Bäume und deren Belaubung auch als „Waldinsel“ bekannt. Die Nation der Oneida bietet spektakuläre Ausflüge in die eigene Kultur. Über das gesamte Jahr verteilt halten alle Stämme von Wisconsin Powwows ab, zu denen die Öffentlichkeit eingeladen ist, und die Besucher des Indianer-Sommerfestivals in Milwaukee genießen einen September voller Tänze und Gesänge mit Geschichten, Musik, Kunst und leckerem Essen.

In Minnesota besitzt die Fischerei für viele der Stämme eine herausragende Bedeutung, während Besucher ihre Freude daran haben, Barsche, Forellen, Lachse oder den offiziellen Fisch des Staates, den prächtigen Amerikanischen Zander (auch Glasaugenbarsch genannt), zu angeln. Mehrere Stämme bieten Ausflüge und Ausrüstung an, um das Hinterland zu erkunden: auf Langlaufskiern im Winter und Frühjahr, per Kanu im Sommer und Herbst.

Region Ost

(Quelle: AIANTA)

Von den Felsküsten Maines bis hinunter zu den weißen Sandstränden Floridas und weiter zu den Altwassern von Louisiana beinhaltet die Region Ost über 5.300 Kilometer Meeresküste entlang des Atlantiks und des Golfs von Mexiko. Diese zauberhafte und abwechslungsreiche Region umfasst ganze 23 Staaten, Hunderte von Stämmen und Tausende indianischer Sehenswürdigkeiten.

Die Seminolen sind der einzige Stamm in Amerika, der nie einen Friedensvertrag unterzeichnet hat. Sie sind stolz, stark und gastfreundlich – und sie haben Besuchern viel zu bieten. Im Herzen der Everglades von Florida beleuchtet das Ah-Tah-Thi-Ki-Museum ihre Geschichte, Kunst und Kultur mit Ausstellungen, seltenen Artefakten und lebensnahen Dioramen. Um tiefer in die Everglades vorzudringen, kann man mit einem motorisierten erhöhten „Sumpf-Buggy“ fahren und sich von einem Führer der Billie Swamp Safari dorthin bringen lassen, wo Alligatoren, Bisons, Wildschweine und viele seltene Vogelarten leben. Die in der Nähe lebenden Miccosukee bieten ebenfalls Sumpftouren durch die Everglades an, dazu Naturwanderungen und ein Alligatorenbiotop, in dem man jeden Tag miterleben kann, wie Menschen gegen Alligatoren kämpfen.

Die Cherokee herrschten 10.000 Jahre lang über die Gebirge des Südostens. Ihre Geschichte wäre beinahe verschollen, doch nun blüht und gedeiht sie wieder zwischen den funkelnden Bächen und faszinierenden Wäldern des heutigen Westens von Nordkarolina. In jedem Sommer ist die Stadt Cherokee – am Eingang zum Nationalpark Great Smoky Mountains und am südlichen Ende des Blue Ridge Parkway gelegen – Gastgeber des Festival of Native Peoples und der Southeastern Tribes Cultural Arts Celebration.

Das National Museum of the American Indian des Smithsonian an der National Mall der Bundeshauptstadt Washington ehrt sämtliche Eingeborenen der westlichen Hemisphäre. In dem viergeschossigen Gebäude erwartet die Besucher bei freiem Eintritt ein breites Spektrum an Ausstellungen, Filmen und Live-Vorführungen sowie eine Schatztruhe voller Archivmaterial.

Weitere Informationen unter www.aianta.org.


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