Elsass: 1000 Jahre Straßburger Münster

1000 Jahre Straßburger Münster

(Quelle: Stephane Compint/arte)

Elsass: 1000 Jahre Straßburger Münster

(rf) Das Straßburger Münster feiert 2015 Jubiläum und wird stolze 1000 Jahre alt. Die Cathédrale Notre-Dame ist nicht nur das Wahrzeichen der Stadt; sie ist eine der bedeutendsten Kathedralen in ganz Europa. Die Kathedrale ist bereits aus mehreren Kilometern Entfernung zu sehen. Der Platz vor der Kathedrale in der Altstadt gilt mit den Sehenswürdigkeiten, Cafés und Straßenkünstlern als beliebter Treffpunkt und bildet das Herz der Stadt. Zusammen mit dem historischen Stadtzentrum in Straßburg wurde das Münster zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt und stellt ein bedeutendes Zeugnis des Mittelalters dar. Durch die lange Bauzeit vereinigt das „Meisterwerk der Gotik“ auf beeindruckende Weise verschiedene architektonische Stile: von spätromanischen Formen über das hochgotische Schiff bis hin zur spätgotischen Turmspitze. Auch die Astronomische Uhr im südlichen Seitenschiff ist ein imposantes Kunstwerk. Sie stammt aus der Reformationszeit, hat die Französische Revolution überstanden und setzt sich noch heute einmal pro Tag (um 12.30 Uhr) in Gang: dann ziehen die Apostelfiguren unter dem Flügelschlagen und Krähen eines großen Hahns an der Christusfigur vorüber.

Nächstes Jahr feiert das Münster nun sein 1.000-jähriges Bestehen. Die offiziellen Feierlichkeiten haben bereits am 7. September 2014 mit einer Messe begonnen und dauern ein Jahr lang bis September 2015 an. Für die Tausendjahrfeier wird eine Vielzahl von kulturellen sowie kultischen Veranstaltungen organisiert. Dabei werden besonders die für den Kirchenbau bedeutsamen Handwerksberufe und das damit verbundene „Savoir-Faire“ vorgestellt, welche die Erbauung und Instandhaltung der Kathedrale sowie ihre majestätische Erscheinung ermöglicht haben. Hier wird den Architekten, Bildhauern, Steinmetzen, Schmelzern, Glasherstellern und ihrer wunderbaren Arbeit die nötige Ehre erwiesen. Heutzutage ist die Wartung des Münsters ein wichtiges Thema. Es sind vor allem die Steinmetze der Fondation de l’OEuvre Notre-Dame, die sich alter Techniken zum Bearbeiten der Steine sowie zur Restauration der Kirchenfenster bedienen und so den Erhalt des Gebäudes sichern und die Tradition bewahren.

Als weitere Themenschwerpunkte des Jubiläums sind vorgesehen: Die Ökumene und der interreligiöse Dialog, der Austausch und das Teilen. Die Kathedrale ist ein katholisches Gebäude, jedoch war sie direkt nach der Reformation auch ein Jahrhundert lang protestantisch. Daher sind verschiedene ökumenische Veranstaltungen geplant, zum Beispiel eine große Feier für die Einheit der Christen. Eine besondere Rolle spielt das „Festival des Sacrées Journées“, welches religiöse Musik aus aller Welt präsentiert. Neben interkulturellen Treffen u.a. in der Kathedrale, wird zum Austausch von religiösen, spirituellen, weltlichen oder atheistischen Gedanken angeregt und somit ein breites Publikum angesprochen.

Das Jubiläum beschäftigt sich auch mit dem Thema „Zeit“. Dies zeigt zum Beispiel die Arbeit des Straßburger Künstlers, Daniel Depoutot, der mit der „Uhr des Jahrtausends“ eine Neuinterpretation der Astronomischen Uhr präsentiert. Auch die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien prägen das Jubiläum. Durch sie kann die Geschichte – die letzten 1.000 Jahre – besonders anschaulich aufbereitet werden und gleichzeitig in die Zukunft – die kommenden 1. 000 Jahre – geblickt werden. So stellt zum Beispiel das Straßburger Zentrum Shadok, welches noch 2014 eröffnet wird, mit digitalen Anwendungen und Installationen neue und spannende Entwicklungen der Technologie vor.


Weitere Informationen unter www.elsass-tourismus.de


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