USA / Kanada: Tipps für Motorradreisen

USA / Kanada: Tipps für Motorradreisen

(Quelle: ADAC Reisen)

Auf einer Harley über den Highway No. 1 brettern, den Wind im Gesicht und den Asphalt unter sich – das ist Freiheit pur. Motorradfans können in geführten Gruppen oder auch alleine die USA und Kanada auf den legendären Maschinen erobern. Horst Engel, Nordamerika-Experte von ADAC Reisen, gibt Tipps für den Motorradurlaub.

Welche Routen eignen sich für einen Motorradurlaub?
Horst Engel: Motorradfahrer verbinden ihr Hobby mit Freiheit und Unabhängigkeit. Einmal die legendären Straßen wie den Highway No. 1 oder die Route 66 zu befahren, das ist der Traum vieler Motorradfans. Um diesen zu erfüllen, beinhalten viele unserer Routen Teilstrecken dieser berühmten Straßen, aber es gibt auch fantastische Touren von Miami über die Florida Keys nach Orlando und zurück nach Miami oder auch neu durch den Westen Kanadas mit den wunderbaren Landschaften der Rocky Mountains, der Metropole Vancouver und vielen weiteren sehenswerten Orten und Nationalparks.

Wie ist der Ablauf einer Motorradreise?
Horst Engel: Es gibt grundsätzlich zwei unterschiedliche Reise-Varianten: Man kann zum einen eine geführte Harley Davidson-Reise in einer internationalen Gruppe machen. Besonderer Komfort hierbei sind der deutschsprechende Reiseleiter, der auch bei Sprachbarrieren hilfreich zur Seite steht, und der Gepäcktransport durch ein Begleitfahrzeug. So muss man sich nicht unbedingt auf die beiden Satteltaschen beschränken und kann mit mehr Gepäck reisen. Darüber hinaus ist natürlich das Gruppenerlebnis ein wichtiger Aspekt. Wer gerne Gleichgesinnte kennenlernt liegt mit einer Gruppenreise genau richtig.
Wer lieber auf eigene Faust losfährt und absolute Freiheit und Unabhängigkeit genießen möchte, sollte eine individuelle Motorradtour buchen. Da gibt es dann nur einen selbst und vielleicht einen Sozius, die Straße und die Weite der Landschaft. Zwischenstopps kann man ohne Zeitdruck einlegen, wo es einem gefällt. Die Auswahl individueller Touren ist größer als die der geführten Motorradreisen. Neu ist seit diesem Sommer eine Route durch den Westen Kanadas. Sie ist hervorragend geeignet für alle, die bereits verschiedene Motorradtrips durch die USA gemacht haben.

Wie intensiv ist die Vorbereitung einer solchen Reise?
Horst Engel: Unsere ADAC Reisen Motorradtouren – egal ob individuell oder in der Gruppe – sind hervorragend geplant. Der Kunde sucht sich eigentlich nur noch seine Route und den Motorradtypen aus. Leidenschaftliche Biker haben unsere Touren entwickelt, daher sind sie genau auf die Bedürfnisse von Motorradfahrern zugeschnitten. Die Strecken sind von der Länge her motorradgerecht geplant und beinhalten bewusst auch kleinere Straßen. Unsere Reisen bieten die Sicherheit einer ausführlichen Planung und lassen gleichzeitig Raum für individuellen Tagesablauf und selbstbestimmte Zwischenstopps. Die Gäste können den Kopf ganz frei haben, denn auch über die Übernachtungsmöglichkeiten müssen sie sich keine Sorgen machen, unterwegs sind nämlich bereits gute Mittelklassehotels reserviert. So können sie sich vor Ort ganz auf die Schönheit der Landschaft und des Fahrens konzentrieren, ohne eine aufwändige Hotelsuche betreiben zu müssen.

Was ist Ihr persönlicher Tipp?
Horst Engel: Wer einen Wohnmobil- oder Hotelurlaub in den USA plant, kann auch für nur zwei oder drei Tage ein Motorrad hinzubuchen. Das ist zum Beispiel ideal für Paare, von denen nur ein Partner Motorrad fährt. So kann der Biker sich für einen Teil der Strecke ein Bike mieten, während der Partner beispielsweise mit der Familie im Campmobil oder Mietwagen fährt. Abends trifft man sich dann an verabredeter Stelle und übernachtet gemeinsam im Wohnmobil oder Hotel. So kann der Motorradfan zum Beispiel ein Stück des Highway No. 1 von San Francisco nach Los Angeles fahren, kann durch das Death Valley brausen oder die Golden Gate Brücke überqueren – ein einmaliges Erlebnis!

Welcher Führerschein wird benötigt?
Horst Engel: Für eine Motorradreise ist der Führerschein Klasse A bzw. 1 Voraussetzung. Klasse 1a ist nur möglich, wenn dies bei Buchung angegeben wird. Der ehemalige DDR-Führerschein wird nicht anerkannt.

Was gilt es bei einer Motorradreise zu beachten?
Horst Engel: Ganz wichtig ist das Mindestalter von 21 Jahren. Bei der Auswahl des Motorrads sollte auch der eventuell mitfahrende Sozius und die Länge der Strecke berücksichtigt werden. Insgesamt stehen viele verschiedene Modelle zur Auswahl, so dass jeder Biker ein passendes Modell finden sollte. Je nach Ziel kann die Mindestmietdauer zwischen einem und sechs Tagen variieren.

Mit welchen Kosten muss man rechnen?
Horst Engel: Generell sind Einwegmieten, bei denen Übernahme- und Rückgabestation unterschiedlich sind, aufgrund der Rückführungskosten immer etwas teurer, als wenn das Motorrad am dem Ort abgegeben wird, an dem es zuvor angemietet wurde. Aber mit dem Westcoast-Special zum Beispiel entfällt zwischen dem 1. und 31. Juli 2010 die Rückführungsgebühr und man spart bis zu 300 US-Dollar. Und wie immer gilt: wer frühzeitig bucht, kann von attraktiven Frühbucher-Vorteilen profitieren.
Im Herbst ist Nebensaison. Mitte Oktober bekommt man eine achttägige individuelle Motorradtour, wie zum Beispiel den „Grand Canyon Ride“ mit einer Harley Davidson Heritage Softail inklusive Flug mit Delta Airlines ab/bis Las Vegas, sieben Hotelübernachtungen, unbegrenzten Meilen, Navigationssystem mit vorprogrammierter Route, Transfers, einer 1,7 Millionen Euro Haftpflichtversicherung ohne Selbstbeteiligung im Schadensfall, Helmen für Fahrer und Beifahrer, EagleRider Road Book und Straßenatlas bei Besetzung mit zwei Personen bereits ab 1384 Eurp pro Person.

Eine zehntägige individuelle Motorradtour wie die „Best of West Canada“ kostet in der Hauptsaison Mitte August mit einer Harley Davidson Electra Glide inklusive Flug mit Air Transat ab/bis Vancouver, neun Hotelübernachtungen und allen oben genannten Extras und Versicherungen bei Besetzung mit zwei Personen beispielsweise ab 1816 Euro pro Person.






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