Sauerland: Per Dampfzug zum Nostalgie-Skirennen

Zugfahrt nach Winterberg

(Quelle: Wintersport-Arena Sauerland/ Siegerland-Wittgenstein e. V.)

Sauerland: Per Dampfzug zum Nostalgie-Skirennen

Wie einst vor 110 Jahren schnaubt die alte Dampflok, um die Steigungen ins Hochsauerland zu bewältigen. Zischend und manchmal pfeifend macht sich der historische Sonderzug am 05. Februar 2017 von Essen auf den Weg nach Winterberg. Ihr Ziel: das Nostalgie-Skirennen in Neuastenberg. Nach Zwischenstops in Städten im Ruhrgebiet entfaltet sie eindrucksvoll ihre Kraft in den langen Steigungen der Zugstrecke. Eine Reise in die Vergangenheit ...

Die Zugfahrt wie anno passt genau zum Programm am Ziel. Die Eröffnung des Bahnhofs in Winterberg im Herbst 1906 war der Grundstein für die erfolgreiche Entwicklung des Wintersports in der abgelegenen Bergregion. Nun war eine zuverlässige, bequeme und auch kostengünstigere Anreise möglich. Kurz darauf, im Februar 1907 wurde der Skiclub Sauerland gegründet. Eine der Aufgaben der Skiklubs war die Organisation von preiswerten Sonderzügen für ihre Mitglieder in die noch junge Wintersportregion. Pioniere des Wintersports waren vor allen Dingen wohlhabende Stadtbürger, die sich Reisen und Freizeit leisten konnten.

110 Jahre später startet die Reise mit der alten Dampflok wie einst um 6 Uhr morgens im Ruhrgebiet. Von Essen geht es mit Halt in Bochum, Dortmund und Arnsberg hinauf ins Hochsauerland. Gegen 10 Uhr ist die Ankunft in Winterberg geplant. Dort warten Verpflegung und heiße Getränke, bevor Busse die Passagiere weiter ins Skidorf Neuastenberg bringen. Neuastenberg gilt als Wiege des Wintersports im Westdeutschen Raum.

Skiwanderer in Siedlinghausen (1906/7)

(Quelle: Wintersport-Arena Sauerland/ Siegerland-Wittgenstein e. V.)

Die Zeitreise wird komplett beim Nostalgie-Skirennen. Das Rennen auf Urgroßvaters „ollen Ski-Latten“ führt zurück zu den Wurzeln des Skisports. In knöchellangen Röcken und strammen Kniebundhosen treten die Starter an. Auf echten alten Holzskiern und mit Lederschuhen meistern sie den historischen Hindernisparcours und wagen sich auf selbst gebaute Schanzen: Originalgetreue Wettkämpfe wie sie vor 100 Jahren tausende von Zuschauern ins Sauerland lockten. Sehenswert ist auch der turbulente Massenstart den Postwiesenhang hinunter zum Westdeutschen Wintersportmuseum.

Nach dem historischen Wettkampfspektakel gibt es eine Führung durch das Westdeutsche Wintersportmuseum teil. Wer möchte, entdeckt das Skigebiet auf eigene Faust und macht einige Abfahrten auf Ski oder Snowboard. Oder nimmt alternativ an einer Wanderung durch die winterliche Landschaft rund um den Kahlen Asten teil. Dabei zeigt ein Guide historische Wintersportstätten, die heute nur noch das geübte Auge erkennt und erzählt spannende Geschichten. Die Rückfahrt ab Bahnhof Winterberg ist um 16.30 Uhr geplant.

Die Zugfahrt erfolgt mit der historischen Dampflock 38 2267 der Baureihe P8 aus dem Eisbahnmuseum in Bochum-Dahlhausen. Die Personenwagen stammen aus den 1920er bis 1950er Jahren. Zur kalten Jahreszeit ist der Zug tatsächlich (dampf-)geheizt. Die Zahl der Plätze ist begrenzt, nur 200 Personen können teilnehmen. Das Ausflugspaket kostet 110 Euro pro Person. Im Preis enthalten sind Hin- und Rückfahrt im historischen Zug, Verpflegung, Bustransfers nach Neuastenberg und zurück, Zuschauen beim Nostalgie-Skirennen, Eintritt ins Westdeutsche Wintersportmuseum, Lift-Ticket für das Skidorf Neuastenberg und eine geführte Wanderung. Kontakt und Infos: Tourist-Information Winterberg, Tel.: 02981 / 92500, Mail: info@winterberg.de


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