Auf den Spuren von Franz Liszt in Ungarn

Auf den Spuren von Franz Liszt in Ungarn

(rf) Mit einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm feiert Ungarn im Jahr 2011 den 200. Geburtstag des Musikers Franz Liszt. Ziel des Liszt-Jahres ist es, den Blick für eine der schillerndsten Persönlichkeiten der Musikgeschichte zu schärfen und darüber hinaus auf die ungarische sowie die europäische Kultur insgesamt zu lenken.

Die Events sind jeweils bestimmten Themen zugeordnet, wobei jedes für sich eine eigene Facette des Künstlers widerspiegelt: zum Beispiel „Liszt, der gefeierte Welt-star“, „Liszt, der christliche Philosoph“, „Liszt, der ungarische Weltbürger“. Auftakt der Eventreihe war das Eröffnungskonzert am 22. Januar im Budapester Palast der Künste. Dort werden im Jahresverlauf noch zahlreiche musikalische Leckerbissen zu hören sein, beispielsweise am 18. Oktober die Kirchenchoräle mit Orgel-begleitung. Weitere Höhepunkte sind unter anderem Konzerte im Lotz-Saal des Pariser Warenhauses in Budapest (von März bis Juli), ein Liszt-Festival im westungarischen Sopron vom 12. bis 15. März sowie die Vorführung der einzigen Liszt-Oper „Don Sanche“ im Rahmen des Internationalen Opernfestivals in Miskolc im Nordosten des Landes am 11. Juni. Eine Übersicht zu den Events gibt der deutschsprachige Internet-Auftritt zum Liszt-Jahr www.liszt-2011.hu.

Eines der herausragenden Ereignisse des Liszt-Jahres ist der „World Liszt Day“ am 22. Oktober 2011, dem eigentlichen 200. Geburtstag von Liszt. In Budapest wird an diesem Tag in der St.-Stephans-Basilika eine Aufführung der Ungarischen Nationa-len Philharmonie unter der Leitung Zoltán Kocsis stattfinden. Zeitgleich wird in zahl-reichen Konzertsälen der Welt von Paris bis Seoul das grandiose Oratorium „Christus“ von Franz Liszt erklingen.

Liszts Wurzeln liegen in Ungarn, wo er am 22. Oktober 1811 als „Liszt Ferenc“ in Raiding geboren wurde. Der Ort gehörte damals zum ungarischen Teil des Kaisertums Österreich. Trotz seiner vielen Reisen durch Europa zeigt sich die Verbunden-heit des Komponisten zu seinem Geburtsland in zahlreichen seiner musikalischen Werke, beispielsweise in der „Ungarischen Krönungsmesse“, in der Liszt Melodien im Stil der Ungarischen Rhapsodien verwendete. Ungarn ehrt seinen berühmten Sohn in vielfacher Weise. So wurde bereits 1925 die fünfzig Jahre zuvor durch Liszts Einsatz entstandene Musikakademie in Budapest, deren erster Präsident er auch war, nach dem Künstler benannt: Die „Liszt Ferenc Zenemővészeti Egyetem“ beeindruckt heute auch durch ihre einmalige Jugendstilarchitektur. In den Anfängen war die Akademie allerdings in der Wohnung von Franz Liszt untergebracht – heute ein Museum, das original erhaltene Musikinstru-mente, Möbelstücke, Bücher, Notenblätter und persönliche Gegenstände von Liszt zeigt (www.lisztmuseum.hu).

Wer sich in der ungarischen Hauptstadt auf die Spurendes Virtuosen begibt, den führt sein Weg auch zum Denkmal auf dem Ferenc Liszt-Platz, das dort 1986 zum 100. Todestag des Komponisten aufgestellt wurde. Anlässlich des aktuellen Liszt-Jahres werden in Budapest auch spezielle Führungen auf den Spuren des Künstlers angeboten (www.uniquebudapest.com).


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