Nordfrankreich: Feiern wie die Sch’tis

Nordfrankreich: Feiern wie die Sch’tis

Im Land der Sch’tis kann nicht nur besonders gut feiern, sondern auch die Feste und Veranstaltungen in Nordfrankreich sind außergewöhnlich. Hier ein Überblick:

Rock-Festival in Arras
Main Square Festival heißt die Veranstaltung in der Zitadelle von Arras, wo internationale Rockgrößen wie Prince, Gossip, Rammstein, Jamiroquai, Pearl Jam, Black Eyed Peas und viele andere auftreten. Das Festival findet vom 2.-9. Juli 2010 statt. Arras ist dank seiner Lage im Herzen Europas und ist von Paris, Brüssel oder London fast gleichzeitig zu erreichen. Die großen Stars treten auf der „Grande Scène“ auf und die Talente findet man im „Green Room“. Das Main Square ist ein wahrer Geheimtipp und bietet für jeden etwas.
Weitere Informationen unter www.mainsquarefestival.fr.

Volksfest in Douai
Jährlich im Juli findet das große Volksfest „Fête du Gayant“ statt – dieses Jahr am 11. Juli 2010. Die Protagonisten sind dabei Riesen. Man stellt Sie aus Korbgeflecht her und kleidet sie im traditionellen Kostüm. Danach werden sie bei verschiedenen Umzügen und Prozessionen durch die Stadt getragen. „Gayant“, in pikardischem Dialekt Gigant, ist die Verkörperung von Jehan Gelon, der Ende des 9. Jahrhunderts die Stadt Douai von den Normannen befreite. Umzüge und Prozessionen mit Riesen sind in Flandern Tradition, denn Innungen und Zünfte wollten damit die Unabhängigkeit von der Kirche unterstreichen und fertigten die Riesen an. Der „Gayant“ von Douai ist eine der ältesten Darstellungen aus dem späten Mittelalter. Ab 1720 erscheint er mit Frau und drei Kindern. Die Riesen von Douai wurden 2005, als Teil der Umzüge in Frankreich und Belgien, in die UNESCO-Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen. Weitere Informationen unter www.ville-douai.fr.

„Fêtes du Flobart“ in Wissant
Die „Fêtes du Flobart“ empfehlen sich allen Seemännern und Küstenliebhabern. Hier geht es um die maritime Kultur und Folklore der Opalküste. Vom 28.-29. August 2010 werden die „Flobarts“, traditionelle Flachboden-Boote aus der Gegend, durch die Straßen gezogen. Man verkostet Heringe und Meeresfrüchte, fiebert bei Fischer-Wettbewerben mit oder lauscht traditionellen Seemannsliedern. Weitere Informationen unter www.terredes2caps.fr.

Flohmarkt-Festival in Lille
Am 5.-6. September 2010 findet in Lille der größte Flohmarkt Europas statt – die „Braderie de Lille“. Laien und professionelle Händler besetzen die Gehsteige auf über 200 Kilometern und ziehen rund 2 Millionen Besucher an. Die Braderie de Lille finden seit dem Mittelalter statt, als die Dienstboten das Recht erhielten, die alten Kleider ihrer Herren zu verkaufen. Die Restaurants servieren zum Anlass Miesmuscheln mit Pommes und lokalem Bier. Die Tradition will es so, dass man die Muschelschalen auf einem Haufen vor dem Restaurant sammelt. Wer dabei den größten Haufen sammelt, ist der Sieger. Weitere Informationen unter www.lilletourism.com.

Fest der Hexen und Kürbisse in Marchiennes
Jedes Jahr am ersten Sonntag im Oktober organisiert das Tourismusamt in Marchiennes die „Cucurbitades“ – das Fest der Hexen und Kürbisse. Die alte Abtei, 632 gegründet und in der Revolution zerstört, bildet dabei die perfekte Kulisse. Das Fest geht auf die Grausamkeit der Spanischen Inquisition zurück, als Flandern noch zu den spanischen Niederlanden gehörte. Péronne Goguillon verbrannte man mit vier anderen Frauen, darunter ihre älteste Tochter, im Jahr 1679 als letzte Hexe auf dem Scheiterhaufen. Seit 1991 sind die Hexen zurück in Marchiennes. Alle Sorten Kürbisse kann man hier bestaunen und Animationen von Handwerkern und Künstlern runden das Ganze ab. Hexentänze, Gesang und andere Spektakel enden abends mit der Verbrennung des Scheiterhaufens und man lernt dabei, warum Hexen und Kürbisse in Verbindung gebracht werden. Weitere Informationen unter www.ot-marchiennes.fr.


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