Schildkröten-Saison in Südafrika

Schildkröten-Saison in Südafrika

(Quelle: SA Tourism)

(rf) Wenn das Wetter in Deutschland langsam herbstlich wird, bekommen die Meeresschildkröten entlang Südafrikas Küste „Frühlingsgefühle“ und beginnen ihre Eier in den Brutplätzen am Strand abzulegen. Ein Naturschauspiel, das auch Touristen an der nördlichen Küste KwaZulu-Natals zwischen St. Lucia und Kosi Bay hautnah beobachten können.

Von November bis Januar begeben sich die Lederschildkröte, die mit bis zu 2,5 Metern Panzerlänge und einem Gewicht von fast 700 Kilogramm die größte lebende Schildkrötenart der Welt ist, sowie die Unechte Karettschildkröte aus den Tiefen des Meeres, um zu brüten. Während dieser Zeit erhebt sich fast jede Nacht mindestens eine weibliche Schildkröte wie eine prähistorische Königin aus dem Wasser. Ihr mächtiges Gewicht an Land zu heben ist kein Kinderspiel und die Suche nach einem sicheren Brutplatz in den Dünen kann eine ganze Nacht in Anspruch nehmen. Sie müssen ein Loch graben, ihre Eier hineinlegen und schließlich wieder mühsam den Rückweg ins Meer antreten.

Etwa drei Monate später zwischen Februar und April kann man, wenn alles gut geht, den ebenso erstaunlichen Anblick kleiner Babyschildkröten genießen, die aus ihren Eiern schlüpfen und sich auf den Weg ins sichere Nass machen – im Gegensatz zu ihren Müttern jedoch in einem Eiltempo. Die geschlüpften Schildkrötenbabys werden mit dem starken Instinkt geboren, so schnell wie möglich ins Wasser zu strömen. Ihre kleinen ledernen Flossen funktionieren dabei wie Rotorblätter. Diejenigen, die es ins Meer schaffen und nicht auf dem Weg dorthin von ihren natürlichen Feinden wie Mangusten, Ginsterkatzen oder der Geisterkrabbe gefressen werden, schwimmen so schnell sie können, um einen der Meeresströme zu erreichen, in dem sie sicher sind. Dort verbringen sie mehrere Jahre, ernähren sich von Plankton, bis sie alt genug sind ein Korallenriff zu finden, das sie beschützt und ernährt. Schätzungsweise erreichen nur vier von 1.000 Meeresschildkröten das Erwachsenenalter. Die Weibchen kehren schließlich wieder an ihren Geburtsort zurück, um selbst Eier zu legen.

Trotz ihrer harten Panzer sind Schildkröten sehr empfindsame Wesen. Wenn eine weibliche Schildkröte nach etwa zwei Jahrzehnten im Meer wieder an Land geht, um ihre ersten Eier zu legen, wird sie dies nur in der Nacht und ausschließlich an dem Strand tun, an dem sie selbst geboren wurde. Obwohl sie mit allen möglichen Strömungen einige Male um die Welt geschwommen ist, verfügt sie über ein eingebautes „GPS-System“, das sie immer wieder -bis hin zu einen Kilometer Umkreis- an ihren eigenen Geburtsort zurückführen wird. Sollte sie feststellen, dass dort in der Zwischenzeit ein Haus, eine Straße oder eine künstliche Lichtquelle errichtet wurde, wird sie nicht an Land gehen und auch keine Eier legen.

Aus diesem Grund sind Schutzgebiete wie der iSimangaliso Wetland Park, das Maputaland Marine Reserve sowie das Kosi Bay Nature Reserve wichtig für das Überleben dieser Spezies. Neben den Meeresschildkröten gibt es hier natürlich viele andere geschützte Tierarten wie zum Beispiel Delfine und Wale, die auf Bootstouren oder beim Tauchen und Schnorcheln im Wasser beobachtet werden können. An Land zu sehen sind Krokodile, Nilpferde und Flamingos.

Eine Schildkrötentour, die in der Regel während der Nacht stattfindet, sollte nur mit lizenzierten Veranstaltern angetreten werden. An folgenden Orten werden derzeit Touren angeboten: Cape Vidal, Manzengwenya (für Gäste der Rocktail Lodge und des Rocktail Camps), Mabibi (für Gäste der Thonga Beach Lodge oder der Mabibi Campsite) sowie in Kosi Bay. Touren von Sodwana Bay werden vom Phinda Private Game Reserve angeboten – auch für Nicht-Hotel-Gäste.

Allgemeine Informationen unter www.dein-suedafrika.de.


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